| Das ursprünglich völlig
kahle Gelände am Fröhlichenstein wurde ab 1819
erstmals bepflanzt und als Parkanlage nach dem
Vorbild des Englischen Gartens gestaltet. Auf dem
höchstgelegenen Platz der Anlage, einem
malerischen, wegen der beiden sich ähnelnden
Felsblöcken sobezeichneten Zwillingsfelsen,
entstand der Sonnentempel, von wo aus man die
Ansicht der weitläufigen Landschaft genießen
konnte. Im Jahre 1832 wurde das erste
Wirtschaftsgebäude auf dem Fröhlichenstein
errichtet, das den Bürgern als Ausflugslokal und
Ort des geselligen Beisammenseins diente. Aus
Anlass eines Besuches der Königin Therese von
Bayern am 22. August 1836 wurde das Parkgelände
fortan Theresienstein
genannt. Gottlieb Thomas
(1825-1901), der 1861 als Stadtbaurat nach Hof
gekommen war und im Jahre 1875 den
Verschönerungsverein Hof gründete, ließ
zahlreiche Umgestaltungen und Erweiterungen
vornehmen und einen sehenswerten Pavillon
errichten. Ein weiterer Aussichtspavillon im
historischen Stil mit reichen ornamentalen
Schnitzereien wurde 1885 auf einem mit
romantischen Felspartien und exotischen Pflanzen
gestalteten Aussichtshügel errichtet. Zu Ehren
seines Erbauers erhielt das Bauwerk den Namen Thomashöhe.
Im Jahre 1877 entstand die künstlich angelegte
Labyrinth-Ruine am nördlichen Parkende. Der
Luitpoldhain wurde in der stilistisch hoch
interessanten Epoche des ausklingenden 19.
Jahrhunderts angelegt. Mit der Anlage dieser
Parklandschaft erhielt die Gesamtanlage zwischen
Eichelberg, Luitpoldhain und Labyrinth zweifellos
eine weiträumige erholungspendende
Bewegungsfläche mit eigenwilligem Flair. Das
jetzige Wirtschaftsbäude wurde in den Jahren
1902 und 1903 im Jugendstil erbaut, und vor der
Bayerischen Landesgartenschau umfassend
restauriert.
Überaus
bewundernswert zeigt sich auch der Botanische
Garten, der viel zur Parkverschönerung
beigetragen hat und heute zahlreiche
Botanik-Kenner anzieht. Überraschend, was hier
auf relativ kleinem Raum geboten wird.
Umfangreiche, liebevoll gepflegte Sammlungen
seltener Pflanzen beeindrucken jeden Experten.
Ein
Spaziergang zum Theresienstein ist selbst für
Hofer Bürger, die ihn alltäglich erleben, immer
etwas Besonderes. Gibt es doch zu jeder
Jahreszeit rund um das Jugendstilgebäude oder im
Botanischen Garten immer wieder Faszinierendes zu
erleben und zu entdecken. Die weitläufigen
Parkanlagen, die nur wenige Gehminuten von der
Innenstadt aus erreichbar sind, strahlen
Harmonie aus, wo immer man sie durchstreift und
locken zu jeder Jahreszeit Erholungssuchende und
Naturfreunde an. Doch auch die zahlreichen Feste
und Veranstaltungen, die im Haus Theresienstein
und im Park das ganze Jahr über stattfinden,
sind beliebte Treffpunkte für die Hofer und ihre
Gäste.
Der Bürgerpark
Theresienstein zählt zu den größten und
schönsten Parks in Bayern.
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